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Virellianer

Aus Vanguard-Datenbank
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Darstellung eines männlichen und eines weiblichen Virellianers.

Die Virellianer sind eine intelligente außerirdische Spezies im Vanguard-Universum. Sie stammen von einer stark durch Ozeane geprägten Welt und leben seit mehreren Jahrhunderten überwiegend in ausgedehnten Städten unterhalb der Meeresoberfläche.

Ihre Kultur ist stark von den Vorstellungen von Verbindung, gemeinsamer Verantwortung, Wissen und einem harmonischen Zusammenleben mit ihrer Umwelt geprägt.

Erscheinungsbild

Virellianer besitzen einen grundsätzlich humanoiden Körperbau, unterscheiden sich äußerlich jedoch deutlich von Menschen.

Sie sind häufig hochgewachsen und besitzen eine glatte, teilweise beinahe schimmernde Haut. Die in Band 1 beschriebenen Hautfarben reichen unter anderem von dunklem Blaugrün und Türkis bis zu silbernen Färbungen mit tiefblauen Anteilen.

Bei einigen Virellianern verlaufen feine silbrig schimmernde oder organisch fluoreszierende Linien und Muster über die Haut.

Charakteristisch sind außerdem:

  • große, irisierende Augen,
  • deutlich erkennbare Irisringe,
  • zwei flache Knochenkämme, die seitlich über die Stirn bis in Richtung Nacken verlaufen,
  • membranartige Resonanzfenster im Bereich hinter den Schläfen,
  • teilweise transluzent wirkende Hautpartien.

Hautmuster, Irisringe, Knochenkämme und Resonanzfenster können auf äußere Reize reagieren und begleiten teilweise die Kommunikation und den emotionalen Ausdruck.

Ältere Virellianer können einen matteren Hautschimmer aufweisen.

Biologie

Die Virellianer lebten ursprünglich nicht ausschließlich unter Wasser. Vor etwa vierhundert virellianischen Sonnenzyklen wurde die Oberfläche ihrer Heimatwelt zunehmend instabil und konnte langfristig nicht mehr als Lebensraum erhalten werden.

Die Spezies entschied sich daraufhin, ihre Lebensweise vollständig auf die Meeresumgebung auszurichten.

Über viele Generationen passte sich auch ihre Physiologie an diese Lebensweise an. Ihre Lungen ermöglichen es ihnen, mehrere Stunden ohne technische Unterstützung unter Wasser zu bleiben.

Für längere Aufenthalte unter Wasser verwenden sie zusätzliche interne Systeme zur Aufbereitung beziehungsweise Umwandlung der Atemluft.

Die Virellianer benötigen dennoch eine atembare Atmosphäre. Ihre unterseeischen Städte verfügen deshalb über kontrollierte Lebensräume, in denen Druck, Temperatur und Gaskonzentration reguliert werden.

Über Lebenserwartung, Fortpflanzung und Entwicklungsphasen der Virellianer liegen in Band 1 keine näheren Angaben vor.

Lebensraum

Die virellianische Zivilisation befindet sich größtenteils unterhalb der Ozeanoberfläche ihrer Heimatwelt.

Ihre Hauptstadt Nerassé liegt tief unter dem Meer und besteht aus einem weitläufigen Netzwerk aus Kuppeln, Verbindungstunneln, Gärten sowie Wohn-, Forschungs- und Verwaltungsbereichen.

Insgesamt werden sieben große Hauptkuppeln und mehrere Dutzend kleinere Einheiten beschrieben.

Die Architektur verbindet technische und biologische Strukturen. Teile der Städte bestehen aus kontrolliert wachsenden Materialien und lebenden Zellstrukturen.

Biolumineszierende Organismen, mineralische Strukturen, Wasser und transparente beziehungsweise halbtransparente Baumaterialien prägen das Erscheinungsbild der virellianischen Siedlungen.

Gesellschaft

Die virellianische Gesellschaft ist in unterschiedliche Funktionskreise gegliedert.

Gesellschaftliche Aufgaben und Verantwortung werden dabei stark über die jeweilige Funktion einer Person definiert. Bekannte Bereiche umfassen unter anderem Diplomatie, kulturelle Vermittlung, Medizin, Pflege, Technik, Wissenschaft und Raumfahrt.

Die einzelnen unterseeischen Siedlungseinheiten verfügen über eine weitgehende Eigenständigkeit, sind jedoch innerhalb der Flutallianz miteinander verbunden.

Die Gemeinschaften teilen Ressourcen, Wissen und Verantwortung.

Kreismodell

Ein grundlegendes gesellschaftliches Prinzip der Virellianer ist das sogenannte Kreismodell.

Entwicklung soll nach diesem Verständnis angestoßen und begleitet, jedoch nicht erzwungen werden.

Dieses Prinzip findet sich sowohl in gesellschaftlichen Strukturen als auch in ihrer Architektur wieder. Große Systeme entstehen durch das Zusammenspiel vieler einzelner Bestandteile und entwickeln sich über längere Zeit weiter.

Virellianisches Konklave

Das Virellianische Konklave besitzt eine zentrale gesellschaftliche und politische Funktion.

An seiner Spitze steht der Oberste Wissenshüter.

Wissen besitzt innerhalb der virellianischen Gesellschaft einen hohen Stellenwert und ist eng mit Verantwortung und Entscheidungsfindung verbunden.

Entscheidungen von größerer Bedeutung werden mit Bedacht getroffen. Beim Kontakt mit fremden Spezies spielen Beobachtung, gegenseitiger Respekt und die Prüfung der jeweiligen Absichten eine wichtige Rolle.

Sprache und Kommunikation

Die Sprache der Virellianer ist melodisch und basiert stark auf Resonanz.

Sie verwendet kehligere Laute, weiche Vokale und komplexe Silbenverbindungen. Ein einzelner Begriff kann abhängig von Zusammenhang und Betonung mehrere Bedeutungen besitzen.

Kommunikation erfolgt nicht ausschließlich über gesprochene Sprache.

Auch körperliche Merkmale können zur Verständigung beitragen. Veränderungen der Irisringe, Bewegungen der Knochenkämme, Resonanzfenster und Lichtmuster auf der Haut können zusätzliche Signale vermitteln.

Aufmerksames Zuhören besitzt einen hohen Stellenwert. Virellianer sprechen häufig ruhig und kontrolliert und lassen ihrem Gegenüber Zeit zur Antwort.

Namen und Anrede

Die Preisgabe des eigenen Namens besitzt kulturelle Bedeutung.

Beim ersten offiziellen Kontakt mit der Menschheit nannten die Virellianer ihre persönlichen Namen zunächst nicht. Diese wurden erst freigegeben, nachdem der Oberste Wissenshüter selbst seinen Namen offenbart hatte.

Bis dahin können Personen über ihre jeweilige Funktion oder Position angesprochen werden.

Auch Menschen erhalten im Kontakt mit den Virellianern funktionale Bezeichnungen, die ihre Aufgabe innerhalb ihrer Gemeinschaft widerspiegeln.

Kleidung

Die Kleidung der Virellianer folgt häufig fließenden, körpernahen Formen und verbindet funktionale Gestaltung mit leuchtenden oder irisierenden Elementen.

Dienstliche Kleidung kann aus dunklen Grundfarben bestehen und von ornamentierten Linien durchzogen sein, die schwach leuchten.

Auch irisierende Gewänder werden verwendet.

Kleidung und Körpererscheinung können dadurch optisch ineinandergreifen, da sowohl textile Elemente als auch natürliche Hautmuster Licht reflektieren oder selbst sichtbar leuchten können.

Eine allgemeingültige Kleiderordnung für alle Funktionskreise wird in Band 1 nicht beschrieben.

Werte und Weltbild

Die virellianische Kultur legt großen Wert auf gemeinschaftliche Verantwortung, Wissen, Lernen, Kooperation und gegenseitigen Respekt.

Auch die Verbindung zwischen Technik, Gesellschaft und natürlicher Umwelt spielt eine zentrale Rolle.

Fortschritt wird nicht ausschließlich anhand technischer Leistungsfähigkeit betrachtet. Neue Entwicklungen sollen sich möglichst in bestehende ökologische und gesellschaftliche Kreisläufe einfügen.

Wissen wird nicht nur als individueller Besitz verstanden, sondern kann zwischen Gemeinschaften geteilt und gemeinsam weiterentwickelt werden.

Bräuche und gesellschaftliche Gepflogenheiten

Verbeugungen beziehungsweise ein leichtes Neigen des Oberkörpers werden als respektvolle Begrüßungs- und Abschiedsgesten verwendet.

Das Auflegen einer Hand auf das Brustzentrum kann Zustimmung ausdrücken.

Bei offiziellen Begegnungen folgen die Virellianer festgelegten Protokollen. Dazu gehören die Art der Anrede, der Umgang mit dem Konklave und die kontrollierte Preisgabe persönlicher Namen.

Auch fremde kulturelle Gesten können übernommen werden, wenn deren Bedeutung erklärt und verstanden wurde.

Konkrete regelmäßig wiederkehrende Feste oder Feiertage der Virellianer werden in Band 1 nicht namentlich beschrieben.

Verhältnis zu Gewalt und Verteidigung

Die Virellianer treten gegenüber fremden Spezies zunächst vorsichtig und beobachtend auf.

Sie verfügen über militärische und defensive Strukturen, betrachten Waffen jedoch in erster Linie als Mittel zur Verteidigung und nicht zur Machtdemonstration.

Ihre grundsätzlich zurückhaltende Haltung bedeutet nicht, dass sie auf Gegenwehr verzichten. Wird ihre Bevölkerung oder ihre Heimat unmittelbar bedroht, sind sie bereit, Verteidigungsmaßnahmen einzuleiten.

Kontakt zur Menschheit

Der erste direkte Kontakt zwischen Menschen und Virellianern findet während der Ereignisse von Band 1 statt.

Nach anfänglicher gegenseitiger Vorsicht entwickelt sich ein diplomatischer, wissenschaftlicher und kultureller Austausch.

Beide Spezies beginnen, Wissen und Erfahrungen miteinander zu teilen. Daraus entwickelt sich schließlich eine formelle Zusammenarbeit zwischen beiden Völkern.

Siehe auch