Entdeckung des Signals aus TRAPPIST-1
Weitere Optionen
Die Entdeckung des Signals aus TRAPPIST-1 war die erstmalige nachgewiesene Erfassung eines intelligent erzeugten außerirdischen Signals durch die Menschheit.
Das Signal wurde während der ersten Missionsphase der SCS Vanguard aufgefangen. Zunächst konnte weder seine genaue Herkunft noch sein Urheber bestimmt werden. Durch die gemeinsame Analyse von Tracy Scott und Coren Davis wurde der Ursprung schließlich auf das rund 40 Lichtjahre entfernte TRAPPIST-1-System zurückgeführt.
Die Entdeckung führte unmittelbar zu der Entscheidung, das Sol-System zu verlassen und dem Signal zu folgen. Dadurch wurde sie zu einem der entscheidenden Auslöser für den ersten interstellaren Flug der Vanguard und die späteren Begegnungen der Menschheit mit den Trixus und den Virellianern.
Erst nach dem Kontakt mit den Virellianern wurde bekannt, dass das Signal tatsächlich von ihnen stammte. Seine Übertragung zur Erde war jedoch kein gezielter Kontaktversuch, sondern ein unbeabsichtigter Empfang einer virellianischen Aussendung.
Grunddaten
- Art
- elektromagnetisches, intelligent erzeugtes Signal
- Herkunft
- TRAPPIST-1-System
- genauer Ursprungsort
- dritter von der Vanguard untersuchter Planet des Systems
- Urheber
- Virellianer
- Empfänger
- SCS Vanguard
- maßgebliche Analyse
- Tracy Scott und Coren Davis
- Zeitraum
- Juni 2201
- Bedeutung
- erster bestätigter Empfang eines intelligent erzeugten Signals aus einem anderen Sternensystem durch die Menschheit
Erste Erfassung
Das Signal wird während der frühen Missionsphase der Vanguard aufgefangen.
Als Tracy Scott Captain Holk Jaron, Eric von Bargen, Coren Davis und Akio Watanabe erstmals ausführlich über die Entdeckung informiert, liegt die ursprüngliche Erfassung bereits vier Tage zurück.
Bei dem zunächst registrierten Ereignis handelt es sich um einen einzelnen Impuls.
Das Signal besitzt kein bekanntes Rufzeichen und wird zu diesem Zeitpunkt nicht unmittelbar wiederholt. Innerhalb der Sensordaten erscheint es zwischen gewöhnlichen Interferenzen und könnte ohne eine genauere Analyse als systembedingtes Rauschen interpretiert werden.
Seine innere Struktur unterscheidet sich jedoch von natürlichen oder zufälligen Störungen.
Tracy erkennt darin eine fein strukturierte Ordnung aus Energieimpulsen und spektralen Fluktuationen.
Erste Herkunftsbestimmung
Die erste Analyse erlaubt noch keine genaue Bestimmung des Ursprungs.
Der zunächst berechnete Vektor weist in eine Region jenseits der bekannten Strukturen des äußeren Sol-Systems.
Die Richtung führt zum Saturn-Sektor, etwa 17 Grad unterhalb der Ekliptik, und kreuzt das Niveau der Plutobahn.
Holk Jaron ordnet deshalb an, die Suche auszuweiten.
Coren Davis soll mit ihrem wissenschaftlichen Team sämtliche Planeten entlang der Flugroute erneut untersuchen und gleichzeitig nach bewohnbaren Strukturen, biochemischen Spuren und Terraforming-Potenzial suchen.
Tracy und Coren erhalten zusätzlich den Auftrag, gemeinsam die Herkunft des Signals weiterzuverfolgen.
Sollten weitere Impulse auftreten, sollen sämtliche verfügbaren Sensordaten miteinander abgeglichen werden.
Veränderung der Mission
Die Entdeckung des Signals beeinflusst die erste Mission der Vanguard bereits kurz nach ihrem Beginn.
Neben der ursprünglichen Aufgabe der Exploration und Kolonisation wird die Untersuchung des unbekannten Signals zu einem zentralen Missionsziel.
Da zu diesem Zeitpunkt weder Ursprung noch Absicht des Signals bekannt sind, werden gleichzeitig militärische Vorsichtsmaßnahmen getroffen.
Akio Watanabe erhält den Auftrag, Antrieb, Schilde und Waffensysteme auf einen möglichen Ernstfall vorzubereiten.
Elisa Schneider soll die medizinische Versorgung auf mögliche Gefechtsverletzte vorbereiten.
Eric von Bargen erarbeitet taktische Szenarien für eine mögliche Begegnung mit einem unbekannten Gegner.
Die Vanguard verlässt anschließend erstmals die Werft von Terra 1 und folgt der vermuteten Signalrichtung in das äußere Sol-System.
Suche im Sol-System
Während ihres Fluges führt die Vanguard umfangreiche Scans durch.
Gleichzeitig untersucht sie Hinweise auf mögliche Aktivitäten der Separatisten, weshalb unter anderem der Mars intensiv untersucht wird.
Nachdem dort keine separatistische Basis gefunden werden kann, setzt Holk Jaron den Kurs auf die äußere Saturnbahn und weiter in Richtung Pluto.
Die Besatzung folgt weiterhin dem Signal.
Während des Fluges werden Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und schließlich Pluto mit den wissenschaftlichen Systemen untersucht.
Im Bereich des Pluto werden die Scans weiter verstärkt.
Ausschluss des Pluto
Coren Davis kann schließlich mit hoher Sicherheit ausschließen, dass das Signal vom Pluto stammt.
Während der weiteren Analyse entdeckt sie mehrere schwache und fragmentarische Signale mit ähnlichen Strukturmustern.
Die Signale weisen gemeinsame Merkmale auf:
- vergleichbare Ausbreitungsrichtungen
- zusammengehörige Frequenzverzögerungen
- ähnliche Phasenlagen
- übereinstimmende Strukturmuster
Coren kommt zu dem Schluss, dass sämtliche erfassten Signale wahrscheinlich derselben Quelle entstammen.
Die berechnete Position liegt außerhalb der Heliosphäre.
Identifizierung von TRAPPIST-1
Durch die Rückrechnung der Signaltrajektorien kann Coren die vermutete Quelle schließlich einem bekannten Sternsystem zuordnen.
Die Berechnungen führen zu TRAPPIST-1.
Das System befindet sich etwa 40 Lichtjahre vom Sol-System entfernt und war der Menschheit bereits durch astronomische Beobachtungen bekannt.
Nach den zu diesem Zeitpunkt vorhandenen menschlichen Daten besitzt TRAPPIST-1 sieben Planeten, von denen mehrere als potenziell lebensfreundlich gelten.
Coren weist zunächst ausdrücklich darauf hin, dass die Herkunft noch nicht vollständig bewiesen ist.
Die vorhandenen Daten sprechen jedoch zunehmend dafür, dass die Vanguard tatsächlich ein Signal aus einem anderen Sternensystem empfängt.
Bestätigung des intelligenten Ursprungs
Weitere Analysen erhöhen die Sicherheit der Herkunftsbestimmung.
Coren verwendet unter anderem die hochauflösende Interferometrie der Sekundärsensoren sowie eine neu konfigurierte Rückverfolgung anhand von Spiegelungen im Solarfeld.
Die Ergebnisse zeigen, dass das Signal nicht aus dem Sol-System stammt.
Die Quelle wird auf ein rund 40 Lichtjahre entferntes System im Sternbild Lyra eingegrenzt.
Gleichzeitig ergeben die Untersuchungen, dass die Signatur kohärent ist und das Rauschen des Kuipergürtels nahezu unverändert durchdringt.
Nach Corens Analyse wäre dies entweder durch eine außergewöhnlich hohe Ausgangsenergie oder durch eine kontrollierte Bündelung möglich.
Auch die Frequenzmodulationen und Phasenlagen sprechen gegen einen natürlichen Ursprung.
Schließlich wird das Signal als aktives, intelligent erzeugtes Signal eingestuft.
Captain Holk Jaron lässt sämtliche Daten sichern und mehrfach überprüfen.
Meldung an das Flottenkommando
Nach Abschluss der Überprüfungen informiert Holk Jaron Fleet Admiral Anya Petrova.
Er erklärt gegenüber dem Flottenkommando, dass die Herkunft nun als gesichert angesehen wird und das Signal von intelligenten Lebewesen außerhalb des Sol-Systems stammt.
Damit liegt erstmals ein bestätigter Hinweis auf eine außerirdische intelligente Zivilisation vor.
Petrova entscheidet daraufhin, dass die Vanguard dem Signal folgen soll.
Vor dem Abflug muss jedoch eine Kommunikationsverbindung zur Erde sichergestellt werden.
Die Vanguard erhält deshalb den Auftrag, an ihrer Position im Bereich des Pluto eine Kommunikationsbake auszusetzen.
Vorbereitung des interstellaren Fluges
Akio Watanabe, Melina MacGregor und Christian MacGregor bereiten eine sogenannte Kombake vor.
Diese soll auch nach dem Verlassen des Sol-Systems eine Verbindung zwischen der Vanguard und der Erde ermöglichen.
Nach erfolgreicher Aussetzung und Initialisierung der Bake wird die Verbindung zum Flottenkommando getestet.
Fleet Admiral Petrova bestätigt die Funktionsfähigkeit der Verbindung und erteilt der Vanguard die Freigabe für die weitere Mission.
Das Ziel steht nun endgültig fest:
TRAPPIST-1.
Die berechnete Flugstrecke beträgt etwa 39,5 Lichtjahre.
Die Vanguard verlässt unter Einsatz des Plasmastream-Antriebs das Sol-System.
Damit führt die Entdeckung des Signals unmittelbar zum ersten interstellaren Flug des Schiffes.
Weitere Analyse während der Mission
Auch nach der Entscheidung zum Weiterflug untersuchen Tracy Scott und Coren Davis die Signalstruktur weiter.
Dabei werden wiederkehrende Muster innerhalb des Trägerspektrums festgestellt.
Die Sequenzen weisen rhythmische Strukturen, Wiederholungen und geordnete Taktungen auf.
Tracy und Coren vermuten zunehmend, dass Teile des Signals sprachähnliche Eigenschaften besitzen.
Zu diesem Zeitpunkt kann jedoch noch kein tatsächliches Vokabular entschlüsselt werden.
Die Analysen reichen zunächst lediglich aus, um grundlegende strukturelle beziehungsweise syntaktische Muster zu erkennen.
Ankunft in TRAPPIST-1
Die Vanguard erreicht das TRAPPIST-1-System nach dem interstellaren Flug.
Auch dort bleibt das Signal weiterhin Gegenstand der wissenschaftlichen Untersuchungen.
Während die Vanguard mit der Erkundung des Systems beginnt, wird deutlich, dass die Quelle nicht vom ersten untersuchten Planeten stammt.
Tracy verfolgt das elektromagnetische Signal weiter.
Im Zielsystem wird es wiederholt schwach und diffus aufgefangen.
Durch die größere Nähe lässt sich seine Herkunft jedoch zunehmend genauer bestimmen.
Lokalisierung des dritten Planeten
Während sich die Vanguard beim ersten untersuchten Planeten befindet, führt Tracy eine erneute räumliche Analyse durch.
Mehrere Korrekturvektoren und Verstärkungsknoten ermöglichen eine genauere Triangulation.
Die Ergebnisse schließen den aktuellen Planeten als Ursprung aus.
Die Koordinaten weisen stattdessen auf den dritten untersuchten Planeten des Systems.
Tracy bestätigt diesen als Quelle des Signals.
Gleichzeitig zeigen die Analysen, dass einzelne Signalimpulse nicht natürlichen Ursprungs sein können.
Innerhalb der Übertragung werden redundante Sequenzen und modulierte Takte erkannt.
Tracy kann daraus zunehmend sprachähnliche Strukturen extrahieren.
Abgrenzung von den Trixus
Während der weiteren Erkundung begegnet die Vanguard erstmals einem fremden Kampfschiff.
Nach der Zerstörung beziehungsweise Untersuchung der verfügbaren Daten wird die Signatur dieses Schiffes mit dem empfangenen Ursprungssignal verglichen.
Dabei zeigt sich, dass die Technologie und Signatur des Angreifers nicht mit dem Signal übereinstimmen.
Die Besatzung erkennt dadurch, dass mindestens zwei unterschiedliche außerirdische Akteure im System aktiv sein müssen.
Das unbekannte feindliche Schiff wird später den Trixus zugeordnet.
Das Ursprungssignal gehört dagegen zu einer anderen Spezies.
Erste sprachliche Fragmente
Tracy gelingt es schließlich, aus dem Ursprungssignal erste rudimentäre Lautstrukturen zu isolieren.
Zwei wiederkehrende Sequenzen können näher untersucht werden.
Nach den Ergebnissen der Übersetzungsalgorithmen könnten die darin enthaltenen Begriffe sinngemäß Planet und möglicherweise Raumschiff entsprechen.
Eine vollständige Übersetzung ist zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht möglich.
Es fehlen sowohl phonetische Referenzpunkte als auch kultureller und sprachlicher Kontext.
Die Herkunftsvektoren bestätigen gleichzeitig erneut den dritten Planeten als Quelle.
Verbindung zu den Virellianern
Beim dritten Planeten entdeckt die Vanguard schließlich erneut zwei fremde Schiffe.
Eines davon entspricht der Signatur der bereits bekannten feindlichen Einheiten.
Das andere Schiff weist dagegen eine Verbindung zu dem Signal auf, dem die Vanguard seit dem Sol-System gefolgt ist.
Als das unbekannte feindliche Schiff das kleinere Schiff angreift, greifen die menschlichen Jäger ein.
Später bestätigt sich, dass das verteidigte Schiff zu den Virellianern gehört.
Nach dem Gefecht nimmt ein größeres virellianisches Schiff Kontakt mit der Vanguard auf.
Damit führt die Verfolgung des Signals unmittelbar zum ersten friedlichen Kontakt der Menschheit mit einer außerirdischen Zivilisation.
Bestätigung des Ursprungs
Während der Gespräche in Nerassé spricht Holk Jaron den Ursprung des Signals direkt gegenüber dem Obersten Wissenshüter Setharin Velorr an.
Holk erklärt, dass die Menschheit dem Signal bis in das TRAPPIST-1-System gefolgt ist und herausfinden wollte, wer hinter der Übertragung steht.
Velorr bestätigt schließlich, dass das Signal von den Virellianern stammt.
Damit ist die Herkunft endgültig geklärt.
Kein gezielter Kontaktversuch
Setharin Velorr erklärt gleichzeitig, dass das Signal nicht gezielt zur Erde gesendet wurde.
Die Virellianer senden Signale in zahlreiche Richtungen und in unterschiedlichen Formen.
Dass ausgerechnet die Menschheit eine dieser Aussendungen empfangen und als intelligent erzeugtes Signal erkannt hat, war nicht vorgesehen.
Der Empfang im Sol-System war damit ein Zufall.
Das Signal war weder eine direkte Einladung noch ein gezielter Erstkontaktversuch der Virellianer.
Erst die Entscheidung der Vanguard, seinen Ursprung zu untersuchen, führte zum tatsächlichen Kontakt zwischen beiden Spezies.
Bedeutung
Die Entdeckung des Signals stellt einen Wendepunkt in der Geschichte der menschlichen Raumfahrt dar.
Zum ersten Mal kann die Menschheit nachweisen, dass eine technologisch entwickelte außerirdische Zivilisation existiert und aktiv Signale aussendet.
Die Folgen reichen weit über die eigentliche Entdeckung hinaus.
Das Signal führt unter anderem:
- zur ersten bestätigten Entdeckung außerirdischer intelligenter Aktivität
- zum ersten interstellaren Flug der SCS Vanguard
- zur Erkundung des TRAPPIST-1-Systems
- zur späteren Gründung von Heaven Eins
- zum ersten Kontakt mit den Trixus
- zum ersten friedlichen Kontakt mit den Virellianern
- zum Beginn der menschlich-virellianischen Zusammenarbeit
Die Entdeckung verändert damit die erste Mission der Vanguard grundlegend und eröffnet für die Menschheit erstmals den direkten Kontakt zu außerirdischen Zivilisationen.