Varethis
Weitere Optionen

Die Varethis-Klasse ist ein schneller Angriffs- und Abfangzerstörer der Virellianer. Sie ist für die unmittelbare Reaktion auf Bedrohungen, den Schutz leichterer Einheiten, Eskortaufgaben und konzentrierte Angriffe auf gegnerische Kampfverbände ausgelegt.
Ihre Konstruktion verbindet hohe Beschleunigung und Manövrierfähigkeit mit einer für ihre Größe starken offensiven Bewaffnung.
Grunddaten
- Klasse
- Varethis-Klasse
- Schiffstyp
- Schneller Angriffs- und Abfangzerstörer
- Herkunft
- Virellianer
- Länge
- ca. 200 Meter
- Breite
- 108 Meter
- Höhe
- 41 Meter
- Reguläre Besatzung
- 28 Virellianer
- Autonomie
- Bis zu 6 Monate
- Primärrolle
- Abfang, Eskorte, Flankenschutz und Angriff auf leichte und mittlere Kriegsschiffe
- Hangar / Beiboote
- Kein Jägerhangar und keine regulären Beiboote
- Einsatzräume
- Unterwasser, Atmosphäre und Weltraum
Aufbau
Die Varethis unterscheidet sich deutlich von den langgezogenen Formen der Laeyis und der schmalen, fischartigen Silhouette der Tovari.
Ihr Rumpf ist breit und dreigliedrig aufgebaut. Ein massiver zentraler Kernkörper verbindet drei voneinander getrennte, nach vorn gerichtete Bugsegmente. Zwischen diesen Segmenten befinden sich tiefe Einschnitte, wodurch die Front aus der Entfernung an eine dreizackige Klinge erinnert.
Die seitlichen Rumpfarme ziehen sich weit nach außen und enthalten unter anderem Flankensysteme, Schildprojektoren und Manövrierknoten.
Aufgesetzte Geschütztürme fehlen. Waffen und Sensoren sind direkt in die Schiffshaut beziehungsweise die Bugsegmente integriert.
Die Außenhaut besteht aus breiten, ineinandergreifenden Karbidfeldern, die von schmalen silbrig-blauen Resonanzlinien durchzogen werden.
Dreifacher Bug
Die drei Bugsegmente bilden die zentrale Waffenachse der Varethis.
Jeder Bugarm enthält einen eigenen Projektoremitter mit Energiepuffer und Zielkorrektur.
Die drei Systeme können unabhängig voneinander auf unterschiedliche Ziele wirken oder auf einen gemeinsamen Zielbereich gekoppelt werden.
Durch die breite Front kann das Schiff mehrere Feuersektoren gleichzeitig kontrollieren. Die räumliche Trennung der Bugsegmente ermöglicht außerdem eine teilweise unabhängige Versorgung von Waffen, Sensorik, Kühlung und Linearfeldknoten.
Innere Gliederung
Der innere Aufbau folgt einer radialen Gefechtsarchitektur.
Im Zentrum befindet sich ein geschützter elliptischer Steuer- und Gefechtsknoten. Von dort aus verteilen sich die wesentlichen Systeme auf mehrere Funktionsachsen.
Zu den wichtigsten Bereichen gehören:
- zentraler Gefechtsknoten,
- drei Bugarme,
- seitliche Operationssektoren,
- Mannschaftsring,
- hinterer Energiering.
Der zentrale Gefechtsknoten vereint Schiffsführung, taktische Auswertung, Sensorfusion, Schutzmatrix und Energiekoordination.
Die wichtigsten Systeme sind nicht entlang eines einzelnen Hauptkorridors angeordnet, sondern ringförmig und radial über den Rumpf verteilt.
Antrieb
Die Varethis verwendet ein photonisch gekoppeltes Linearfeldsystem.
Anders als bei kleineren virellianischen Schiffen ist die Antriebsarchitektur über mehrere Feldknoten verteilt. Diese befinden sich im breiten Rumpf und im hinteren Energiering.
Dadurch können Beschleunigungs- und Manövervektoren schnell verlagert werden.
Die Varethis erreicht für ein Kriegsschiff ihrer Größe eine hohe Beschleunigung und ausgeprägte Manövrierfähigkeit. Beschädigte Feldknoten können teilweise durch benachbarte Systeme kompensiert werden.
Interstellare Verlegung ist möglich.
Taktische Sprünge innerhalb eines Gefechts kann die Klasse nicht durchführen.
Sensorik und Feuerleitung
Die Sensorik der Varethis ist primär auf schnelle Gefechtserfassung ausgerichtet.
Breite passive Sensorfelder in den Seitenarmen erfassen Zielbewegungen, Energiesignaturen und Reaktionen gegnerischer Schutzsysteme und übermitteln diese an den zentralen Gefechtsknoten.
Zu den bekannten Systemen gehören:
- taktische Resonanzsensorik,
- Impuls- und Energieanalyse,
- Zielstrukturkartierung,
- Druck- und Strömungserfassung.
Die Feuerleitung kann verwundbare Bereiche gegnerischer Schiffe identifizieren und die drei Bugprojektoren entsprechend ausrichten beziehungsweise miteinander koppeln.
Bewaffnung
Die Varethis ist auf konzentrierte Feuerwirkung und kurze Gefechtsphasen ausgelegt.
Projektorlanzen
Die Hauptbewaffnung besteht aus drei Projektorlanzen.
Jeweils ein Emitter befindet sich in einem der drei Bugarme.
Die Projektoren können unabhängig voneinander verschiedene Ziele bekämpfen oder phasen- und zeitgekoppelt auf denselben Zielbereich feuern.
Konzentrierte Angriffe richten sich insbesondere gegen verwundbare Bereiche wie Schildknoten, Antriebssektionen oder Waffenemitter.
Impulsdisruptoren
Vier mittlere Impulsdisruptoren sichern die seitlichen Feuersektoren.
Je zwei Systeme befinden sich in den beiden seitlichen Operationssektoren.
Sie dienen insbesondere der Abwehr von Jägern und leichten Angriffsschiffen sowie der Störung gegnerischer Ziel- und Energiesysteme.
Durch ihre seitliche Position können sie auch während Ausweich- und Rückzugsmanövern eingesetzt werden.
Modulare Ladungssektionen
Die Varethis besitzt zwei abgeschirmte modulare Ladungssektionen.
Sie können abhängig von der jeweiligen Mission virellianische Spezialwaffen aufnehmen.
Die genaue Art dieser Waffen ist bislang nicht näher festgelegt.
Die Klasse besitzt keine klassischen Torpedo- oder Raketenwerfer.
Schutzsysteme
Die Varethis nutzt ein refraktives Mehrschichtsystem.
Mehrere überlappende Feldlagen verteilen eintreffende Belastungen über unterschiedliche Reaktionszonen. Dadurch ist das System besonders wirksam gegen zahlreiche leichtere Treffer und Streubeschuss.
Kinetische und energetische Einwirkungen können innerhalb der Schutzfelder umgelenkt beziehungsweise verteilt werden.
Konzentrierter Beschuss schwerer Kriegsschiffe kann einzelne Bereiche der Schutzmatrix jedoch überlasten.
Unterhalb der Schutzfelder befindet sich ein bioadaptives Karbid-Geflecht mittlerer Stärke. Es kann kleinere strukturelle Schäden stabilisieren, ersetzt jedoch keinen ausgefallenen Schildbereich bei schwerem Beschuss.
Einsatzprofil
Die Varethis ist für schnelle und entschlossene Gefechtsphasen konzipiert.
Sie kann bedrohte Sektoren schnell erreichen, gegnerische leichte und mittlere Schiffe binden und mit ihren drei Bugprojektoren konzentrierte Angriffe durchführen.
Innerhalb eines Verbandes übernimmt sie unter anderem:
- Abfangaufgaben,
- Eskorte,
- Flankenschutz,
- Schutz leichterer Schiffe,
- Angriffe auf verwundbare Bereiche gegnerischer Kriegsschiffe.
Gegen andere Zerstörer oder mehrere leichte Einheiten kann die Varethis offensiv eingesetzt werden.
Gegen schwere Kreuzer liegt ihre Stärke dagegen in Geschwindigkeit, konzentrierter Feuerwirkung und der Unterstützung durch weitere Schiffe. Ein längerer frontaler Schlagabtausch mit einem schweren Kriegsschiff entspricht nicht ihrem vorgesehenen Einsatzprofil.
Einordnung innerhalb der virellianischen Flotte
Die Varethis bildet die schnelle mittlere Kampfschiffklasse der virellianischen Flotte.
Sie liegt oberhalb der leichten Laeyis-Aufklärer und unterhalb der schweren Thalora-Kreuzer.
Die Tovari nimmt als Verbindungsschiff eine Rolle außerhalb dieser Kampfstaffelung ein, während die Rheora als Trägerschiff für Jägerbetrieb und Flottenunterstützung ausgelegt ist.